Donnerstag, 22. Juni 2023

KI für Brauereien - Augsburger Startup Flowsight GmbH schließt erfolgreich höhere sechsstellige Pre-Seed Finanzierungsrunde ab

Ein wichtiger Schritt für Flowsight, die Instandhaltungs-KI-Firma aus Augsburg. Das Unternehmen konnte namhafte Investoren für die erste erfolgreiche Investitionsrunde gewinnen: Bayern Kapital, der Fraunhofer Technologie Transfer Fond (FTTF) und zwei branchennahe Business Angels, Ping Lu und Robert Freudenreich, beteiligen sich mit einem Betrag im höheren sechsstelligen Bereich, sowie mit Know-how und weitreichendem Netzwerk.

Bildquelle: Flowsight GmbH

Bildquelle: Flowsight GmbH

Mit der Pre-Seed Investitionssrunde ist uns ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unseres Unternehmens gelungen“, freut sich Niklas Schlichting, der 2022 das Unternehmen mit Dirk Widmann und Simon Geier in Augsburg gründete.

Flowsight widmet sich dem sogenannten Predictive Maintenance im Bereich der Brauindustrie. Das Unternehmen hat mit Brewcast eine innovative Software entwickelt, die es Brauereien erstmalig ermöglicht, Instandhaltungsprobleme präventiv zu erkennen, bevor sie überhaupt auftreten.

Brauereien sind komplexe Industrieproduktionen mit kilometerlangen Rohrsystemen und unzähligen Einzelteilen. Instandhaltungsmitarbeiter stehen täglich vor der Herausforderung, alle Teile im Blick zu haben, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten“, erklärt Gründer Simon Geier. Aktuell sei es unvermeidbar, dass kritische Teile ausfallen und damit die gesamte Produktion zum Erliegen kommt. Solche Stillstände verursachen erhebliche Kosten für die Brauerei, die nicht selten im fünfstelligen Bereich pro Stunde liegen. Mit Brewcast von Flowsight kann dies vermieden werden.

Brewcast katalogisiert und visualisiert alle Teile der Brauerei digital. Dabei kommt die von Flowsight entwickelte Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Durch fundierte Datenanalyse der Brau-Produktion warnt sie vor drohenden Anlagenausfällen. Sie berechnet den optimalen Zeitpunkt für den Austausch von wichtigen Verschleißteilen und vermeidet so ungeplanten Stillstand. Die Brauerei reduziert so ihre Instandhaltungskosten um rund 30 Prozent. 

Besonders gut hat uns der ganzheitliche Lösungsansatz der Flowsight Software gefallen, der insbesondere auch das Ersatzteilmanagement integriert. Das Team konnte die erste Produktversion bereits erfolgreich verkaufen und die steigende Sales Pipeline deutet darauf hin, dass gerade die Prozessindustrie noch viel Einsparpotentiale durch die Digitalisierung nutzen kann“, so Tobias Schwind, Geschäftsführer des Fraunhofer Technologie Transfer Fonds.

Mit dem Investment erhalten wir jetzt die Gelegenheit, wichtige Unternehmensbereiche zielgerichtet weiterzuentwickeln und Flowsight noch stärker als bisher als innovatives Unternehmen im Brauereisegment zu positionieren“, sagt Gründer Dirk Widmann. Das Team wird jetzt erweitert, um den Vertrieb der Lösung und die Weiterentwicklung der innovativen Algorithmen zu beschleunigen.

Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayernkapital sagt: „Als Bayern Kapital investieren wir durch unsere frühen Beteiligungen an jungen, vielversprechenden Start-ups in Innovation ‚made in Bayern‘ dort, wo sie beginnt. Dass dieses Engagement nicht nur den hochklassigen Gründerteams aus Bayern, sondern z.B. auch dem etablierten Mittelstand zugutekommt wird am Fall Flowsight erneut sehr deutlich. Das Start-up aus Augsburg hilft der Traditionsbranche Brauwesen in Bayern und bald auch weit darüber hinaus, trotz herausfordernder Veränderungen im Markt durch Digitalisierung und damit möglichen Effizienzsteigerungen den Fortbestand zu sichern. Gleichzeitig hat Flowsight durch die bereits bestehenden guten Kontakte zu den bayerischen Brauereien und das nun zur Verfügung stehende Kapital die idealen Voraussetzungen, um ihren Predictive Maintenance Ansatz auszubauen und dann auch auf andere Branchen wie Food & Beverage auszurollen. Wir freuen uns sehr, Flowsight zusammen in einem starken Konsortium mit dem FTTF und ausgezeichneten Business Angels von Beginn an unterstützen zu können und sind gespannt auf die weitere Entwicklung.

Wir haben in den zurückliegenden Monaten das ehrgeizige Team von Flowsight mit Coaching, Mentoring und unserem Accelerator-Programm NOWTONEXT sehr intensiv begleitet und freuen uns über die erfolgreiche Entwicklung des Startups, die das aufstrebende Augsburger Gründungsnetzwerk widerspiegelt“, so Stefan Schimpfle, Geschäftsführer des Digitalen Zentrum Schwaben (DZ.S).

Über Flowsight

Flowsight wurde 2022 von Niklas Schlichting, Dirk Widmann und Simon Geier nach ihrer gemeinsamen Zeit an der Technischen Hochschule Augsburg (THA)  in Augsburg gegründet. Grundstein der Lösung waren auch die Erfahrungen von Simon Geier bei verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Fraunhofer IGCV. Unterstützung auf dem Weg zur Gründung erhielten sie vom Funkenwerk, der Gründerschmiede der THA. 2021 erhielt Flowsight das EXIST-Stipendium, mit dem das Bundesministerium für Energie und Wirtschaft junge Gründerteams aus Hochschulen mit 130.000 Euro unterstützt. Zeitgleich durchlief Flowsight das NOWTONEXT-Accelerator-Programm des Digitalen Zentrums Schwabens DZ.S in Augsburg und strategische Coachings zur Weiterentwicklung des Unternehmens durch das Funkenwerk. Es folgten Förderungen durch Start?Zuschuss! und AI+Munich. Mit dem ersten Kunden, der Brauerei Riegele, entwickelte Flowsight die innovative KI-Software, die in einem weiteren Pilotprojekt mit einer Brauerei der Münchener Region permanent im Einsatz angewandt und verfeinert wurde. 2023 gewann Flowsight den begehrten „Gründungswettbewerb - Digitale Innovation“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und wurde als eines der Top 23 Startups in Deutschland ausgezeichnet.

 

Kontakt:
Dirk Widmann
Tel.: +49 176 41604519
E-Mail: dirk.widmann@flowsight.de



Quelle: Flowsight GmbH