Montag, 13. Juli 2026

5-Euro-Business kürt seine Gewinner*innen in der DZ.S Founders Factory

Wenn Studierende mit nur 5 Euro Startkapital ein echtes Unternehmen gründen, kann daraus mehr werden als eine Semesteraufgabe: Beim Finale des 5-Euro-Business pitchten acht Teams der Universität Augsburg in der DZ.S Founders Factory ihre Ideen, von Peelingseife aus Kaffeesatz bis zu Taschen aus alten Segeln.

Wo sonst etablierte Start-ups arbeiten, standen am 8. Juli 2026 acht Teams bestehend aus Studierenden der Universität Augsburg auf der großen Bühne. Beim letzten Finale des Wettbewerbs 5-Euro-Business vor der Sommerpause pitchten sie ihre in wenigen Wochen aufgebauten Unternehmen in der DZ.S Founders Factory.

                                           
                                          
 

                   Die Gewinner*innen des Abends,

                   das Start-up Pasta & Planlosigkeit

 

 

Den ersten Platz und 800 Euro Preisgeld holte sich “Pasta & Planlosigkeit” mit einem kulinarischen Freundebuch für Studierende. Ein Buch, in das Menschen reinschauen können, die keine Ahnung haben, was sie kochen sollen und in der ersten eigenen Wohnung leben. Freunde und Familie können ihre Rezepte eintragen und schenken so zum Nachkochen ein bisschen Heimatgefühl, das durch den Magen geht. Platz zwei mit 600 Euro erreichte das Start-up ConFlores, das Konfetti aus übriggebliebenen Blumen herstellt, Platz drei mit 400 Euro ging an TAU, das aus ausgedienten Segeln Taschen näht. Den mit 300 Euro dotierten Nachhaltigkeitspreis erhielt das Start-up SCRUBBEAN für seine Peelingseife aus Kaffeesatz.

 

Vom Pitch zur Kooperation

"Ihr alle seid Gewinner*innen, denn wir brauchen Leute wie euch, die etwas wagen und aufbauen", sagte Jurymitglied Stefan Schimpfle (Digitales Zentrum Schwaben). Dass aus einer Semesteridee mehr werden kann, zeigt zum Beispiel SCRUBBEAN: Co-Founder Hasan Assad berichtete, es gebe bereits Gespräche mit einem größeren Seifenhersteller über eine mögliche Kooperation.

                                              
                              
                                            
  Das Start-up ConFlores präsentiert sein Blumenkonfetti  

 

Starke Teams mit starken Geschäftsideen 

Den Rahmen vor den Pitches bildete ein kleiner Marktplatz, auf dem die Teams ihre Produkte zunächst zum Anfassen vorstellten. Ab 18 Uhr fanden die Pitches auf der großen Bühne statt.  

Die Jury, bestehend aus Dr. Laurenz Weiße (Universität Augsburg), Stefan Schimpfle (Digitales Zentrum Schwaben), Dr. Ramona Lermer (pd digital, Mediengruppe pd) und Philipp Wenger (GO-Event! GmbH) kürte am Abend die Gewinner*innen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Lisa Bultmann vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. Dr. Ramona Lermer zog Bilanz: “Durch das 5-Euro-Business entsteht ein echtes Learning. Der Transfer von der Theorie in der Praxis bietet einen echten Mehrwert. Alle Teams waren stark und bis zum Ende war nicht klar, wer auf dem ersten Platz landen wird”. 

 

Neben den vier prämierten Teams standen vier weitere auf der Bühne: TYRONIX mit Sneakern aus alten Motocross-Reifen, knitly mit einer Reisetasche für Strickprojekte, Pillpocket mit einer Medikamentenbox mit MagSafe-Befestigung und SafeABite mit dem Weiterverkauf überschüssiger Backwaren.

                                                                  
                                                                 
              Die Jury am Stand von Pillpocket  

 

Das Programm dahinter

Möglich wird das Ganze durch das 5-Euro-Business, ein Projekt des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V., das an der Universität Augsburg vom Starthub, dem Innovations- und Gründungszentrum, begleitet wird. Nach dem Kick-off im April bewarben sich die Studierenden um einen der begrenzten Plätze, fanden sich in Teams zusammen und entwickelten ihre Ideen weiter. Begleitet von Modulen wie etwa Marketing oder Schutzrechten sowie von erfahrenen Business Mentor*innen, darunter Dr. Michael Faath (Conntac): “Ich bin seit 5 Jahren Business Coach in jedem Semester. Ich bin fasziniert, wie die Ideenfindung entsteht. Ich finde es gut, dass junge Menschen sich trauen zu gründen. Das kann sogar ein Vorteil sein, weil man noch frei von vielen Verpflichtungen und somit vielleicht mutiger ist“. Mit einem symbolischen Startkapital von 5 Euro wurde das jeweilige Unternehmen gegründet. Für einige geht es auch nach diesem Finale als Start-up weiter.  

 

Quelle: Digitales Zentrum Schwaben (DZ.S) 

Fotos: Stefan Winterstetter